Flexible Mensa-Lösungen in modularer Holzbauweise
Wie Schulen den Ganztagsanspruch ab 2026 schnell und nachhaltig umsetzen können
Mit dem Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG) tritt ab dem Schuljahr 2026/2027 ein Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung für Grundschulkinder in Kraft. Ziel ist es, die Betreuungslücke zu schließen, die für viele Familien nach der Kita entsteht.
Der Anspruch wird schrittweise eingeführt: Zunächst gilt er für die erste Klassenstufe, anschließend wird er jährlich um eine weitere Klassenstufe erweitert. Doch trotz der politischen Initiative zeigt sich bereits heute ein deutlicher Engpass an Ganztagsplätzen. Studien gehen davon aus, dass zwischen 500.000 und 800.000 Betreuungsplätze fehlen.
Der Bund unterstützt den Ausbau der Ganztagsbetreuung finanziell. Bis Ende 2029 stehen insgesamt 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung, um Investitionen in Schulgebäude zu fördern – etwa für:
- Neubauten
- Umbauten und Sanierungen
- Ausstattung von Schulen
- neue Räume für Betreuung und Verpflegung (z. B. Mensen oder Ruheräume)
Neben zusätzlichen Fachkräften fehlt vor allem eines: geeigneter Raum für Betreuung und Verpflegung.
Schulverpflegung: Eine zentrale Herausforderung
Mit dem Ausbau der Ganztagsbetreuung steigt auch die Bedeutung einer gesunden und nachhaltigen Schulverpflegung. Schulen müssen künftig deutlich mehr Kinder täglich versorgen.
Die Planung einer Mensa stellt viele Schulträger vor Herausforderungen. Besonders in Bestandsgebäuden sind die baulichen Voraussetzungen für die Umsetzung einer Mensa oft schwierig. Begrenzte Flächen und fehlende Infrastruktur für Großküchen erschweren die Planung zusätzlich. Gleichzeitig müssen komplexe Hygienevorgaben sowie Anforderungen aus der Arbeitsstättenrichtlinie eingehalten werden. Auch die technischen Anforderungen an Lüftung und Versorgung stellen hohe Ansprüche an die vorhandene Gebäudestruktur.
Diese Rahmenbedingungen machen klassische Umbauten oft aufwendig, teuer oder zeitlich schwer planbar.
Mensagebäude in modularer Holzbauweise
Eine alternative Lösung bietet die modulare Bauweise, mit der sich zusätzliche Gebäude schnell und flexibel realisieren lassen. Neben der Möglichkeit zur Integration einer Mensa in ein Schulgebäude hat mobispace® zusätzlich eine eigenständige schlüsselfertige Gebäudelösung zur Ergänzung bestehender Schulen entwickelt.
Die Grundlage ist ein standardisierter Modulbaukasten: Die einzelnen Module werden mit hohem Vorfertigungsgrad im Werk produziert und vor Ort in kurzer Zeit montiert. Bereits in der Planung werden alle relevanten Anforderungen – von Brandschutz und Statik über die technische Gebäudeausstattung bis hin zu den Hygienevorgaben für Küchenbereiche – berücksichtigt.
Gemeinsam mit einem Küchenplaner wurde außerdem eine praxisgerechte Küchenlösung entwickelt, die funktionale Abläufe optimal unterstützt und den Anforderungen an eine moderne Schulverpflegung gerecht wird.
Flexible Gebäudegrößen und Erweiterungsmöglichkeiten
Die modulare Mensa ist als eingeschossiges Gebäude konzipiert und kann flexibel an die Anforderungen der jeweiligen Schule und an die Anzahl der zu versorgenden Kinder angepasst werden.
Das Gebäude lässt sich außerdem jederzeit erweitern – beispielsweise durch:
- zusätzliche Sanitärmodule
- Erweiterung des Speiseraums
- Aufstockung mit weiteren Räumen
Der Küchenbereich ist vom Speisesaal abtrennbar und verfügt über eine separate Lüftung und Beheizung. Dadurch kann der Speisesaal unabhängig vom Küchenbetrieb genutzt werden, etwa für Veranstaltungen, schulische Aktivitäten oder Nachmittagsbetreuung.
Verpflegungssysteme in Schulmensen
Bei der Planung einer Schulmensa stellt sich zunächst die grundlegende Frage: Werden die Speisen vor Ort zubereitet oder von einem externen Anbieter geliefert?
Je nach Konzept ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an Küche, Technik und Flächenbedarf:
MischkĂĽche / FrischkĂĽche
In der Misch- bzw. Frischküche werden Speisen überwiegend frisch vor Ort zubereitet. Das bietet große Flexibilität bei der Speisenplanung und ermöglicht eine besonders frische Verpflegung. Der Aufwand ist jedoch vergleichsweise hoch, sowohl organisatorisch als auch finanziell und personell.
Richtwert für die Küchenfläche je Tischgast: etwa 1 m² (für Vorbereiten, Lagern, Garen, Spülen; ohne Speisesaal, Ausgabebereich, Sanitärräume).
Cook & Chill / Cook & Freeze
Beim Cook & Chill bzw. Cook & Freeze-System werden die Speisen extern zubereitet und anschließend gekühlt angeliefert. Kurz vor der Ausgabe werden sie vor Ort regeneriert, meist mit Heißluftdämpfern. Dieses System bietet eine hohe Nährstoffqualität, setzt jedoch eine lückenlose Kühlkette voraus. Für das Erwärmen der Kühlkost genügt eine „Teilküche“ mit Geräten und Einrichtungsgegenständen zum Kühllagern, Regenerieren (Erwärmen und Endgaren), für das Vorbereiten von Kaltspeisen (Desserts, Obst, Salate) und zum Spülen und Entsorgen.
Richtwert für die Küchenfläche je Tischgast: etwa 0,8 m² (für Vorbereiten, Lagern, Garen, Spülen; ohne Speisesaal, Ausgabebereich, Sanitärräume). Bei steigender Essenszahl kann der Flächenbedarf auf ca. 0,5 m² pro Tischgast sinken.
Cook and Hold
Beim Cook and Hold-System werden die Speisen warm angeliefert und müssen innerhalb kurzer Zeit ausgegeben werden. Dabei gelten strenge Temperaturvorgaben, und die Ausgabe sollte innerhalb von etwa drei Stunden Ungünstige Transportbedingungen und lange Warmhaltezeiten können die Qualität der Speisen beeinträchtigen.
Der Richtwert für die Küchenfläche je Tischgast: etwa 0,25 m² (für Vorbereiten, Lagern, Garen, Spülen; ohne Speisesaal, Ausgabebereich, Sanitärräume)
Ausgabekonzepte fĂĽr die Schulmensa
In vielen Schulen erfolgt die Essensausgabe im Zwei-Schicht-Betrieb als Linienausgabe ĂĽber Ausgabetheken.
Es existieren aber auch alternative Konzepte, etwa das Free-Flow-Prinzip. Dabei bedienen sich die Kinder selbst an verschiedenen Stationen oder Theken. Dieses Konzept kann Wartezeiten reduzieren und sorgt fĂĽr mehr Bewegungsfreiheit im Speiseraum.
Planung, Bau und Ausstattung aus einer Hand
Sind die Grundlagen zum Raumbedarf in Abhängigkeit der Anzahl der Essensteilnehmer und das gewünschte Verpflegungssystem abgestimmt kann die Planung der Mensa beginnen.
mobispace® übernimmt als Totalunternehmer nicht nur alle Planungs- und Bauleistungen, sondern kann auch die komplett funktionsfähige Ausstattung des Küchenbereichs mit entsprechenden Geräten anbieten.
Von der Gründung des Gebäudes bis zur Möblierung mit Tischen und Stühlen stehen sowohl standardisierte, aber auch individuelle Lösungen zur Verfügung
Flexible Nutzung durch das Mietmodell
Neben der baulichen Flexibilität bietet das Mietmodell zusätzliche Vorteile für Schulträger.
Gerade vor dem Hintergrund des schnell wachsenden Ganztagsangebots können modulare Mensalösungen so einen wichtigen Beitrag leisten, um zeitnah zusätzlichen Raum für Betreuung und Verpflegung zu schaffen.
Raumlösungen müssen heute nicht nur aktuellen Anforderungen gerecht werden, sondern auch zukünftige Entwicklungen mitdenken. Das Mietmodell bietet hierfür die notwendige Flexibilität: Neben Planung und Bau werden auch Instandhaltung und Wartung der Gebäude sowie der technischen Anlagen übernommen.
Gleichzeitig bleibt die Nutzung flexibel: Gebäude können bei Bedarf erweitert, umgenutzt oder sogar an einen anderen Standort versetzt werden. So entstehen Lösungen, die sich dynamisch an veränderte Schülerzahlen und Nutzungskonzepte anpassen lassen.